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So 18.10.
20:00

  • Regie

    Yasujiro Ozu

  • Japan / 1958
    118 Min. / DCP / OmeU

  • mit

    Ineko Arima

  • Originalsprache

    Japanisch

  • Kino

    Arsenal

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Ozus erster Farbfilm, nach der tiefroten japanischen Spinnenlilie benannt, ist Elegie und Komödie zugleich. Dieser vermeintliche Widerspruch geht an den Kern des Films selbst: „Das Leben ist voller Widersprüche. Die Summe aller Widersprüche des Lebens ist das Leben selbst“, sagt Wataru Hirayama (Shin Saburi), der als dickköpfiges Familienoberhaupt die Liebesheirat seiner ältesten Tochter Setsuko (still insistierend: Ineko Arima) verbietet, während er sich nach außen tolerant zeigt. Erst ein Trick, der bei den beteiligten Frauen für größte Heiterkeit sorgt, bringt ihn dazu, seine Haltung zu überdenken. Ineko Arima wie auch Yoshiko Kuga spielen beide junge Frauen, die sich gegen die traditionellen japanischen Vorstellungen posi­tionieren, gleichzeitig jedoch den Kontakt zu den respektiven Vätern nicht aufgeben, die ­diese Werte verkörpern. Ein hauchfeiner Widerspruch à la Ozu, bei dem Vergangenheit und Zukunft zusammengehören, wie immer präzise in durchkomponierten Bildern gerahmt, nunmehr in Farbe. (mg)

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